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Heute mal ein nettes Video einer Band mit feinstem Sydvest-Dialekt. Das hat nicht mehr soviel mit dem „üblichen“ geschrieben Norwegisch (zumindest Bokmål, es gibt ja zwei Schriftsprachen) zu tun. Aber auch ohne was zu verstehen, nette Musik ;-) Lohnt sich mal ein wenig nach Kaizers Orchestra umzuschauen:

Fuer alle, die sich bei mir schon immer gefragt haben, wie nun eigentlich Telemark ungefæhr aussieht, gibt es noch ein paar Bilder. Vom „perfekten“ Schwung bin ich allerdings noch ein gutes Stueck entfernt:

Nun war es also soweit. Endlich Skifahren! Saisoneröffnung. Die Wettervorhersage beschien uns mit der Aussicht auf Neuschnee und anschließendes Kaiserwetter mit Sonnenschein und -10°C bis -15°C. Was will man mehr? Also hinein ins Auto und auf nach Trollheimen in die Kamtjønnkoia, die auf knapp 1200 Meter über dem Meeresspiegel liegt.  Bei nur circa 6 Stunden Tageslicht besagte der Plan an je einem Tag zur Hütte und zurück Ski zu fahren um vor Ort einen Abfahrts-/Telemarktag hinauf auf den „Hausberg“ zu unternehmen.  Dieser machte seinem Namen Blåhøa (1671m) alle Ehre.  Im Sonnenuntergang strahlte der Himmel in Gelb-, Rot- und Blautönen, während Johannes sich in Alpinschwüngen und ich mich in Telemarkschwüngen wieder der Hütte näherten. Nur steht die Abfahrt leider nie in irgend einem Verhältnis zur Aufstiegszeit. Aber das ist das  wohl das Dilemma eines Tourengehers. Kein Grund auf einen Lift umzusteigen ;-)

Die Hüttentour zur Sonvasskoia auf 420m über dem Meeresspiegel hat sich wirklich gelohnt. Man glaubt es kaum, wie sehr sich ein paar Höhenmeter auf die Gegebenheiten auswirken – jedes mal aufs Neue ist man überrascht!

Sonne, Schnee, nette Gesellschaft: Was will man mehr?! Deswegen spare ich mir weitere Worte und lasse Bilder sprechen.

Übersetzung in andere Sprachen gibt es auf Anfrage :-)

Eigentlich hatte ich meinen Blog ja schon für „tot“ erklären wollen, aber möchte hiermit mal antesten, ob eventuell noch Interesse besteht, weiter meinem Treiben zu folgen. Jetzt bin ich also in Trondheim gelandet und werde hier bis Februar an meiner Studienarbeit arbeiten – am Institut für Energie und Prosesstechnik zum Thema „Nutzbarmachung der Abwärme  eines Wasserkraftgenerators“.

Ich befinde mich nun schon seit mehr als drei Wochen in Trondheim, muss aber gestehen, noch nicht so viel unternommen zu haben. Zum einen liegt dies daran, dass ich mich selbst erst einmal in Trondheim einfinden muss, zudem hatte ich einen Berg organisatorischer Arbeit zu erledigen, des weiteren war das Wetter recht grausig (so um die 5°C und Dauerregen) und zum anderen habe ich eine knappe Woche in Lund in Schweden verbracht und dabei die Sonne wiederentdeckt ;-)

Dieses Wochenende werde ich aber mit ein paar Mitstudenten das erste Mal auf eine Hüttentour in der Umgebung gehen und mir mal genau die Neuschneeverhältnisse in ca. 400m Höhe anschauen. Der Winter scheint dieses Jahr früh zu kommen. Meine Skier warten also darauf, zu mir fliegen/ fahren zu dürfen.

Das der Winter im Anmarsch ist, merke ich auch in meinem derzeitigen Domizil (ich wohnein verkehrsgünstiger Lage auf dem Boot einer Freundin aus Spitzbergenzeiten). So jagt einen die Kälte morgens förmlich in die Universität :-)

Meine Ankündigung wird also früher als erwartet war: Ich komme zurück nach Spitsbergen. Bereits Ende August bin ich für knappe 2 Wochen wieder auf der Insel – beziehungsweise mehr in den Gewässern um die Inseln herum. Ich werde auf einem Schiff als als  sogenannter „Eisbärwächter“ einen Uni-Kurs begleiten, der geologisch interessante Orte um Spitzbergen herum erkundet. Gesponsort wird der Kurs von Statoil, einem norwegischen Ölproduzenten.

Ich habe jedenfalls durchaus Glück gehabt, an den Job zu kommen, denn auch ich werde Orte sehen, die mir noch unbekannt sind – gut bezahlt versteht sich ;-) Los gehts mit der MS Expedition – klingt auf jeden Fall schonmal vielversprechend!

Bei der Gelegenheit werde ich natürlich auch ein par Tage auf Spitsbergen anhängen, ein paar alte Freunde besuchen und ein hoffentlich ein paar kleine Unternehmungen zu Fuß und Kajak machen.

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Da ich zu faul zum Schreiben bin, gibt es diesmal nur Bilder von unserer letzten kleinen „Tagestour“. Los ging es spontan 2 Uhr morgens, 7 Uhr morgens haben wir uns schlafen gelegt, um dann um 12 Uhr aufzustehen, 14 Uhr zu starten und um 19 Uhr wieder am Seilingklub anzukommen. So sieht Tagesplanung in der Polarnacht aus ;-)

Nachdem ich hier mit meinen Examen fertig geworden bin, gilt es die letzten zwei Wochen auf Spitzbergen zu genießen. Am besten geht das bei strahlendem Sonnenschein beim Telemarken auf dem Larsbreen. Ich war also in den letzten Tagen immer mindestens einmal täglich auf meinem Hausberg. Das Gefühl auf den Telemark-Brettern wird dabei auch immer besser, sodass ich stets ein zweistündiges fettes Grinsen nach dem Skifahren mit mir herumtrage. Es ist einfach herrlich sich um Mitternacht bei strahlendem Sonnenschein einen kleinen Sonnenbrand zu holen.

Demnächst geht es dann noch auf einige kleine Kajaktrips und ansonsten werde ich die Zeit hier einfach noch ein wenig genießen. Mit Freunden zusammensitzen, auf Abschiedsfeste gehen, Abschiedsumarmungen verteilen und immer häufiger aus meinem Fenster schauen…

Es war eine tolle Zeit hier oben und es ist der richtige Moment um heimzukehren – so habe ich sowohl ein lachendes als auch ein weinendes Auge. Im Moment überwiegt zwar die Melancholie, diesen Platz und vor allem die Menschen, die mir wichtig geworden sind, zu verlassen, aber irgendwie weiß ich auch, dass es wieder Zeit für etwas anderes, für den nächsten Schritt ist.

In diesem Sinne sage ich „Bis bald“. Am 16. Juni geht es erstmal zurück nach Hildesheim. Auch wenn ich noch überhaupt nicht weiß, wie lange ich diesmal bleibe, freue ich mich auf die „Heimat“. Aber Norwegen wird mich noch häufiger wiedersehen und auch Spitzbergen wird mich sicherlich noch das eine oder andere Mal „begrüßen“…

Meine zweite Exkursion führte mich seit August das erste mal wieder aufs sogenannte Festlandnorwegen – dass sowohl Tromø als auch Andenes jeweils auf einer Insel liegen, soll dabei keine Rolle spielen.

Ziel war die Andøya Rocket Range in der Nähe des für seine Pottwalsafaris bekannten Andenes. Das knapp zweitägige Rumlaufen, Vorträge anhören und Sightseeing auf der Raketenbasis schien mir persönlich zwar nicht unbedingt besonders effektiv, trotzdem habe ich die Veranstaltung aber genossen. Bäume, Menschen, Einkaufsstraßen, Strände und nicht schneebedeckte Berge haben nach nun 9 Monaten Abstinenz durchaus etwas für sich.

Auf dem Helikopterdeck

Dass ich ehrlich gesagt ein wenig enttäuscht war, für meinen 6tägigen Cruise auf einem Eisbrecher „nur“ in den nahegelegenen Van Mijenfjord fahren zu dürfen, sagt eigentlich schon viel über die Verhältnisse hier oben aus – einfach surreal! Hätte ich mir doch schließlich nie träumen lassen mal auf einem Eisbrecher soweit wie möglich ins Eis vorzustoßen um sich dann einfrieren zu lassen und wissenschaftliche Messungen vorzunehmen. Dabei hatten wir selbstverständlich immer Blick auf eine nahegelegene Gletscherfront und  stets zwei „Polarbearwatches“ – ausgerüstet mit Fernglas, Signalpistole und Gewehr.

Wir haben also verschiedene Wetterstationen aufgebaut, Radiation-Daten aufgenommen, Wetterballons gestartet, Eiskerne genommen, die Eisdickenverteilung kartiert und und und….

Ich bin also schon ein halber Meteorologe ;-)

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