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Die Hüttentour zur Sonvasskoia auf 420m über dem Meeresspiegel hat sich wirklich gelohnt. Man glaubt es kaum, wie sehr sich ein paar Höhenmeter auf die Gegebenheiten auswirken – jedes mal aufs Neue ist man überrascht!

Sonne, Schnee, nette Gesellschaft: Was will man mehr?! Deswegen spare ich mir weitere Worte und lasse Bilder sprechen.

Übersetzung in andere Sprachen gibt es auf Anfrage :-)

Eigentlich hatte ich meinen Blog ja schon für „tot“ erklären wollen, aber möchte hiermit mal antesten, ob eventuell noch Interesse besteht, weiter meinem Treiben zu folgen. Jetzt bin ich also in Trondheim gelandet und werde hier bis Februar an meiner Studienarbeit arbeiten – am Institut für Energie und Prosesstechnik zum Thema „Nutzbarmachung der Abwärme  eines Wasserkraftgenerators“.

Ich befinde mich nun schon seit mehr als drei Wochen in Trondheim, muss aber gestehen, noch nicht so viel unternommen zu haben. Zum einen liegt dies daran, dass ich mich selbst erst einmal in Trondheim einfinden muss, zudem hatte ich einen Berg organisatorischer Arbeit zu erledigen, des weiteren war das Wetter recht grausig (so um die 5°C und Dauerregen) und zum anderen habe ich eine knappe Woche in Lund in Schweden verbracht und dabei die Sonne wiederentdeckt ;-)

Dieses Wochenende werde ich aber mit ein paar Mitstudenten das erste Mal auf eine Hüttentour in der Umgebung gehen und mir mal genau die Neuschneeverhältnisse in ca. 400m Höhe anschauen. Der Winter scheint dieses Jahr früh zu kommen. Meine Skier warten also darauf, zu mir fliegen/ fahren zu dürfen.

Das der Winter im Anmarsch ist, merke ich auch in meinem derzeitigen Domizil (ich wohnein verkehrsgünstiger Lage auf dem Boot einer Freundin aus Spitzbergenzeiten). So jagt einen die Kälte morgens förmlich in die Universität :-)

Meine Ankündigung wird also früher als erwartet war: Ich komme zurück nach Spitsbergen. Bereits Ende August bin ich für knappe 2 Wochen wieder auf der Insel – beziehungsweise mehr in den Gewässern um die Inseln herum. Ich werde auf einem Schiff als als  sogenannter „Eisbärwächter“ einen Uni-Kurs begleiten, der geologisch interessante Orte um Spitzbergen herum erkundet. Gesponsort wird der Kurs von Statoil, einem norwegischen Ölproduzenten.

Ich habe jedenfalls durchaus Glück gehabt, an den Job zu kommen, denn auch ich werde Orte sehen, die mir noch unbekannt sind – gut bezahlt versteht sich ;-) Los gehts mit der MS Expedition – klingt auf jeden Fall schonmal vielversprechend!

Bei der Gelegenheit werde ich natürlich auch ein par Tage auf Spitsbergen anhängen, ein paar alte Freunde besuchen und ein hoffentlich ein paar kleine Unternehmungen zu Fuß und Kajak machen.

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Da ich zu faul zum Schreiben bin, gibt es diesmal nur Bilder von unserer letzten kleinen „Tagestour“. Los ging es spontan 2 Uhr morgens, 7 Uhr morgens haben wir uns schlafen gelegt, um dann um 12 Uhr aufzustehen, 14 Uhr zu starten und um 19 Uhr wieder am Seilingklub anzukommen. So sieht Tagesplanung in der Polarnacht aus ;-)

Nachdem ich hier mit meinen Examen fertig geworden bin, gilt es die letzten zwei Wochen auf Spitzbergen zu genießen. Am besten geht das bei strahlendem Sonnenschein beim Telemarken auf dem Larsbreen. Ich war also in den letzten Tagen immer mindestens einmal täglich auf meinem Hausberg. Das Gefühl auf den Telemark-Brettern wird dabei auch immer besser, sodass ich stets ein zweistündiges fettes Grinsen nach dem Skifahren mit mir herumtrage. Es ist einfach herrlich sich um Mitternacht bei strahlendem Sonnenschein einen kleinen Sonnenbrand zu holen.

Demnächst geht es dann noch auf einige kleine Kajaktrips und ansonsten werde ich die Zeit hier einfach noch ein wenig genießen. Mit Freunden zusammensitzen, auf Abschiedsfeste gehen, Abschiedsumarmungen verteilen und immer häufiger aus meinem Fenster schauen…

Es war eine tolle Zeit hier oben und es ist der richtige Moment um heimzukehren – so habe ich sowohl ein lachendes als auch ein weinendes Auge. Im Moment überwiegt zwar die Melancholie, diesen Platz und vor allem die Menschen, die mir wichtig geworden sind, zu verlassen, aber irgendwie weiß ich auch, dass es wieder Zeit für etwas anderes, für den nächsten Schritt ist.

In diesem Sinne sage ich „Bis bald“. Am 16. Juni geht es erstmal zurück nach Hildesheim. Auch wenn ich noch überhaupt nicht weiß, wie lange ich diesmal bleibe, freue ich mich auf die „Heimat“. Aber Norwegen wird mich noch häufiger wiedersehen und auch Spitzbergen wird mich sicherlich noch das eine oder andere Mal „begrüßen“…

Meine zweite Exkursion führte mich seit August das erste mal wieder aufs sogenannte Festlandnorwegen – dass sowohl Tromø als auch Andenes jeweils auf einer Insel liegen, soll dabei keine Rolle spielen.

Ziel war die Andøya Rocket Range in der Nähe des für seine Pottwalsafaris bekannten Andenes. Das knapp zweitägige Rumlaufen, Vorträge anhören und Sightseeing auf der Raketenbasis schien mir persönlich zwar nicht unbedingt besonders effektiv, trotzdem habe ich die Veranstaltung aber genossen. Bäume, Menschen, Einkaufsstraßen, Strände und nicht schneebedeckte Berge haben nach nun 9 Monaten Abstinenz durchaus etwas für sich.

Auf dem Helikopterdeck

Dass ich ehrlich gesagt ein wenig enttäuscht war, für meinen 6tägigen Cruise auf einem Eisbrecher „nur“ in den nahegelegenen Van Mijenfjord fahren zu dürfen, sagt eigentlich schon viel über die Verhältnisse hier oben aus – einfach surreal! Hätte ich mir doch schließlich nie träumen lassen mal auf einem Eisbrecher soweit wie möglich ins Eis vorzustoßen um sich dann einfrieren zu lassen und wissenschaftliche Messungen vorzunehmen. Dabei hatten wir selbstverständlich immer Blick auf eine nahegelegene Gletscherfront und  stets zwei „Polarbearwatches“ – ausgerüstet mit Fernglas, Signalpistole und Gewehr.

Wir haben also verschiedene Wetterstationen aufgebaut, Radiation-Daten aufgenommen, Wetterballons gestartet, Eiskerne genommen, die Eisdickenverteilung kartiert und und und….

Ich bin also schon ein halber Meteorologe ;-)

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By the way: Der Artikel ist durchaus lustig ;-)

http://de.wikipedia.org/wiki/Newtontoppen

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Als am Montag morgen zwei Gruppen zusammen den ersten Abschnitt ihrer Scootertour in Richtung Norden angehen wollten, schien die Situation so sicher wie nur möglich: 7 Scooter, 7 Personen, Sicherheitsausrüstung, Essen für eine Woche und bestes Wetter. Was soll da schon schief gehen. Doch weder das Atomfjellet, Ziel der Ski- und Snowboardgang um Max herum, wurde erreicht, noch ging unsere Tour bis an den Wijdefjorden. Es ging so ziemlich alles schief, was schief gehen konnte und dennoch war die Situation meines Erachtens jederzeit unter Kontrolle. Wenn auf dem höchsten Berg der Inselgruppe (1717m) bei geschätzten -30°C und 150km entfernt von Longyearbyen plötzlich zwei Scooter nicht mehr anspringen, dann ist die Situtation aber durchaus ernst – auch wenn sie einer gewissen Ironie sicher nicht entbehrt. Dass dabei die 500-Kronen-Legende namens Phazer elektrisch anspringt und einen vollen Schlitten zusätzlich besetzt mit einem scooterlos gewordenen nach Hause zieht, entbehrt ebenfalls keineswegs sogar einer gewaltigen Portion Ironie. Dass wir zeitweise 7 Leute mit 3 Scootern (2 davon sind Einsitzer) transportieren mussten, zeigt zudem wie schmal der Grat bei Touren auf Svalbard sein kann. Mehr dazu könnt ihr auf Max Blog lesen, denn ich habe diese Geschichte nun oft genug erzählt. Die Bilder dort zeigen aber auch, wie wunderschön dieser Trip eigentlich war. Mein Scooter genießt die Aussicht jetzt wohl noch etwas länger…

Max Blog: http://max78n.blogspot.com/2009/04/curse-of-lomonosov.html

Die letzten Tage und Wochen ist das Leben hier oben richtig aktiv geworden. Das Licht kehrt zurück und auch die Sonne konnte ich nach 4 Monaten Abstinenz bereits wieder zweimal bewundern – und so geht es wie üblich häufiger auf Ski- und Scootertouren. Eine Besonderheit stellte aber unser Ausflug in den Scott Turnerbreen dar. Jeder Gletscher wird von Schmelzwasserkanälen durchzogen, die sich im Sommer in einen reissenden Fluß verwandeln, im Winter aber zum Eisklettern und -kriechen einladen. Der Schmelzwasserkanal im besagten Gletscher ist dabei mit seinen 20m hohen Gängen besonderns imposant. Die bis zu 10m hohen gefrorenen Wasserfälle auf dem Weg werden mit Eisäxten und Steigeisen bezwungen – eine interessante Erfahrung im, mit -2°C warmen Gletscher und zudem eine nette Anekdote, die ich den Touristen in der deutlich kleineren Eishöhle im Longearbreen erzählen kann ;-)

Anbei ein paar nette Bilder von den letzten Scooter- und Skitouren.

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