Was mache ich hier also so den lieben langen Tag – abgesehen vom Studieren und den üblichen Beschäftigungen, die ich hier immer wieder beschrieben habe? Gestern zum Beispiel klingelte gegen Abend das Telefon und Jago wollte mich auf einen spontanen Scootertrip zu einer russischen Hütte in einer verlassenen Siedlung im Colesdalen überreden. Da ja bekanntlich „Nein-Sagen“ nicht zu meinen Stärken gehört, ging es dann auch gegen 22:00 Uhr los. Die Siedlung ist am inzwischen wieder eisfreien Isfjord gelegen und befindet sich mitten zwischen Barentsburg und Longyearbyen. Der „Lichtschein“ beider „Städte“ deutete uns also den Weg. Die Hütte selbst war überraschend einladend, ja gar hübsch und in ihr ein kleines Museum eingerichtet.

Einer anderen beliebten Aktivität gingen wir am letzten Wochenende nach. Bekannterweise ist das Liftsystem hier oben etwas dünn gesäht, sodass man, falls man mehr als nur eins, zweimal einen Hang hinunter Telemarken will, andere Wege einschlagen muss. Zu mindestens zwei Personen geht es mit einem Scooter hinauf auf den Berg, hinab fährt einer der beiden mit Skiern, hinauf gehts wieder mit dem Scooter und so weiter und so fort. So kommt man dann doch auf einige Abfahrten!!! Nächste Woche wird dann die nächste Variante ausprobiert: An einem Seil hängend, welches am Scooter montiert ist, wird ganz wie beim Wasserskifahren ein Schwung nach dem anderen gezogen…