Nach langer Zeit gibt es also doch wieder Neuigkeiten aus dem hohen Norden. Eigentlich dachte ich ja, dass ich in der dunklen Saison ein wenig mehr zum Pflegen meines Blogs kommen würde, aber irgendwie ist immer etwas zu tun – glücklicherweise. Gerade in den letzten Wochen ist hier vor allem mit all den neuen Studenten sprunghaft wieder Leben in den Baracken eingekehrt. Aber auch die Einsamkeit über Weihnachten und Silvester war eine wirklich schöne Erfahrung. Meine ersten beiden Bücher auf Norwegisch zu lesen und im Dunklen mit einem selbst reparierten Scooter durch die Gegend zu heizen, möchte ich nicht missen. Im Januar wurde es dann aber, wie bereits erwähnt, wieder „crowdy“. Und dabei als „alter“ Student von den all den Neuen mit Fragen gelöchert zu werden, ist schon ein etwas seltsames Gefühl. Plötzlich ist man einer der „Erfahrenen“ hier oben.
Richtig interessant war der einwöchige Safetykurs zu Beginn des Semesters. Die Inhalte reichten von erster Hilfe, über Lawinrettung und Gletscherbergung bis hin zu Grundlagen über das Seeeis. Dabei waren sowohl Theorie als auch praktische Übungen im Programm inbegriffen – bei Temperaturen von bis zu -32°C besonders für die neuen Studenten eine interessante Erfahrung. Gekrönt wurde die Woche von einer vierstündigen Rettungs- und Bergungssimulation am Fuße unseres Hausgletschers Longyearbreen. Ob die anschließende Party an UNIS eigens für mich organisiert wurde, wage ich allerdings trotz des Datums (10.01.) zu bezweifeln.
Inzwischen ist mit dem Beginn der Vorlesungen eher wieder der „normale“ Wochenrhythmus eingekehrt: Telemarken, Scooterfahren, Rugby, Kajakpolo, das erste „Blau“ am Horizont bewundern und ganz viel Norwegisch reden!!!
- Weihnachtstrip
- Longyearbyen vom Hjortfjellet aus
- Die aufgereihten Maschinen
- Unsere Scootergang in ihren höchst modischen Anzügen
- Marsmenschen beim Anblick von Schnee auf Wasserbasis
- Blick nach Hause…







